In der Verordnung über das Ehrenamt in den Freiwilligen Feuerwehren im Land Nordrhein-Westfalen (VOFF) wird den Feuerwehren die Gründung von Unterstützungseinheiten erlaubt. Somit wird auch den Bürgern die Möglichkeit gegeben sich ehrenamtlich in der Feuerwehr zu engagieren, die nicht am Einsatzdienst teilnehmen möchten oder können. Der originale Gesetzestext hierzu kann hier nachgelesen werden.
Am 31.01.2025 war es dann auch in der Feuerwehr Much an der Zeit, eine Unterstützungsabteilung zu gründen. Viele freiwillige Helfer, die sich abseits des Einsatzdienstes einbringen möchten, sind jetzt somit ein offizieller Teil der Feuerwehr Much. Die Vorbereitungen hierzu liefen bereits seit 2024. Wenn auch noch nicht offziell in Dienst, haben die Kameradinnen und Kameraden der Unterstützungsabteilung uns schon bei mehreren Übungen und auch schon bei einigen Einsätzen tätkräftig unter die Arme gegriffen.
Einheitsführerin ist Lisa Horn, die von Diana Büth und Aline Lindlau als stellvertretenden Einheitsführerinnen unterstützt wird.
Seit dem Jahr 1968 ist der Löschzug Much in der Feuerwache an der Sülzbergstraße beheimatet.
Bis zur Einrichtung der Löschgruppe Marienfeld war dies der einzige Standort der Feuerwehr Much, von dem aus alle Einsätze im Gemeindegebiet abgearbeitet wurden.
Da der Fuhrpark über die Jahre erheblich angewachsen ist, um dem Einsatzaufkommen und den gestiegenen Anforderungen an eine schlagkräftige Feuerwehr gerecht zu werden, mussten einige Fahrzeuge zunächst außerhalb der Fahrzeughalle geparkt werden. Mittlerweile wurden entsprechende Carports errichtet, um die Fahrzeuge vor der Witterung zu schützen.
Aber nicht nur in puncto Stellplätzen für die Fahrzeuge platzt die aktuelle Wache aus allen Nähten: Die Umkleide ist nicht ausreichend für alle Feuerwehrleute. Inzwischen wurde zwar schon der alte Schlauchraum zur Damen-Umkleide umgebaut, aber trotzdem müssen sich noch eine Kameraden in der Fahrzeughalle umziehen.
Ein Neubau, der alle gesetzlichen Forderungen an eine Feuerwache erfüllt, ist bereits in Planung.
Einheitsführer des Löschzuges Much sind Sascha Stoltz und sein Stellvertreter Kevin Ryczek.
Bereits im Jahr 2021 wurde in Marienfeld, zweitgrößten Ort der Gemeinde Much, ein weiterer Standort der Feuerwehr Much etabliert.
Zunächst wurde als provisorische Feuerwache eine Leichtbauhalle auf dem Gelände der alten, nicht mehr in Betrieb befindlichen Kläranlage an der Werschtalstraße aufgebaut. Hier finden das Löschfahrzeug LF10 sowie ein Mannschaftstransportfahrzeug MTF platz.
Als Sozialtrakt wurde ein Container, der die Spinde mit der persönlichen Schutzausrüsten sowie eine Toilette enthält, aufgestellt.
Im Jahr 2023 wurde dann offiziell die Löschgruppe Marienfeld gegründet. Zum Löschgruppenführer wurde Timo Jäkel ernannt, seine beiden Stellvertreter wurden Jonas Flamm und Tim Kipshagen.
Im Jahr 2024 wurde dann die erste Erweiterung des Provisoriums nötig: Der Platz in der Umkleide reichte nicht mehr aus. Daher wurde der bisherige Container zur Damen-Umkleide und als Herren-Umkleide wurde ein weiterer Container hinter der Fahrzeughalle aufgebaut. Dieser enthält jetzt sogar einen kleinen Besprechungsraum.
In 2024 wurde außerdem das Mannschaftstransportfahrzeug ersetzt. Voraussichtlich im ersten Halbjahr 2025 wird dann auch das LF10 außer Dienst gestellt. Als Ersatz befindet sich ein Hilfeleistungs-Löschfahrzeug HLF20 im Zulauf, das die Schlagkraft der Löschgruppe Marienfeld deutlich erhöht.
Des weiteren laufen auch Planungen zum Bau einer neuen Feuerwache in Marienfeld.
Auszug aus der Verordnung über das Ehrenamt in den Freiwilligen Feuerwehren im Land Nordrhein-Westfalen (Landesverordnung Freiwillige Feuerwehr - VOFF NRW):
§ 14 VOFF NRW – Dienstgrade und Beförderungen
(1) Die Dienstgrade der Freiwilligen Feuerwehr richten sich nach Anlage 1. Die Dienstgrade der Abteilung Feuerwehrmusik richten sich nach Anlage 2.
(2) Beförderungen werden auf Dauer ausgesprochen. Durch sie wird ein höherer Dienstgrad erreicht.
(3) Der Dienstgrad ist unabhängig von der Funktion.
(4) Dienstgrad- und Funktionsabzeichen richten sich nach den durch Erlass des für Inneres zuständigen Ministeriums getroffenen Regelungen.
Auszug aus der Anlage 1 zur VOFF NRW:
Es werden ernannt
1. |
zur Feuerwehrfrau-Anwärterin oder zum Feuerwehrmann-Anwärter, |
wer sich in der Probezeit befindet | ![]() |
2. |
zur Feuerwehrfrau oder zum Feuerwehrmann, |
wer die Probezeit bestanden hat | ![]() |
3. |
zur Oberfeuerwehrfrau oder zum Oberfeuerwehrmann, |
wer mindestens zwei Jahre Feuerwehrfrau oder Feuerwehrmann war und die Ausbildungsinhalte der Truppmannausbildung nach FwDV 2, Nummer 2.1.2 erfolgreich absolviert hat | ![]() |
4. |
zur Hauptfeuerwehrfrau oder zum Hauptfeuerwehrmann, |
wer mindestens fünf Jahre Oberfeuerwehrfrau oder Oberfeuerwehrmann war und sich regelmäßig am aktiven Dienst der Freiwilligen Feuerwehr beteiligt hat | ![]() |
5. |
zur Unterbrandmeisterin oder zum Unterbrandmeister, |
wer mindestens Hauptfeuerwehrfrau oder Hauptfeuerwehrmann oder ein Jahr Oberfeuerwehrfrau oder Oberfeuerwehrmann war und die Ausbildungsinhalte der Truppführerausbildung nach FwDV 2, Nummer 2.2 erfolgreich absolviert hat | ![]() |
6. |
zur Brandmeisterin oder zum Brandmeister, |
wer mindestens zwei Jahre Unterbrandmeisterin oder Unterbrandmeister war und am Gruppenführerlehrgang nach FwDV 2, Nummer 4.1 am Institut der Feuerwehr erfolgreich teilgenommen hat | ![]() |
7. |
zur Oberbrandmeisterin oder zum Oberbrandmeister, |
wer mindestens zwei Jahre Brandmeisterin oder Brandmeister war und sich regelmäßig am Einsatzdienst und an Fortbildungsveranstaltungen beteiligt hat | ![]() |
8. |
zur Hauptbrandmeisterin oder zum Hauptbrandmeister, |
wer mindestens fünf Jahre Oberbrandmeisterin oder Oberbrandmeister war und sich regelmäßig am Einsatzdienst und an Fortbildungsveranstaltungen beteiligt hat | ![]() |
9. |
zur Brandinspektorin oder zum Brandinspektor, |
wer mindestens Oberbrandmeisterin oder Oberbrandmeister war und den Zugführerlehrgang nach FwDV 2, Nummer 4.2 am Institut der Feuerwehr NRW erfolgreich absolviert hat | ![]() |
10. |
zur Brandoberinspektorin oder zum Brandoberinspektor, |
wer mindestens Brandinspektorin oder Brandinspektor war und den Verbandsführerlehrgang nach FwDV 2, Nummer 4.3 am Institut der Feuerwehr NRW erfolgreich absolviert hat | ![]() |
11. |
zur Gemeinde- oder Stadtbrandinspektorin oder zum Gemeinde- oder Stadtbrandinspektor, |
wer mindestens Brandoberinspektorin oder Brandoberinspektor war und die Lehrgänge "Einführung in die Stabsarbeit" und "Leiter einer Feuerwehr" nach FwDV 2, Nummer 4.4 und 4.6 am Institut der Feuerwehr erfolgreich absolviert hat. | ![]() |
Bereits seit einigen Jahren bestand ein ELW-Team, das bei größeren Einsatzlagen den Einsatzleitwagen (ELW) besetzt hat.
Im Jahr 2024 wurde das Thema Führungsunterstützung völlig neu strukturiert und die IuK-Einheit, IuK steht für Information und Kommunikation, wurde gegründet-
Bei regulären Einsätzen besetzt sie den Einsatzleitwagen und übernimmt die gesamte Kommunikation mit der Leitstelle, nachrückenden Einheiten und sonstigen Behörden und Institutionen. Außerdem führt sie die komplette Einsatzdokumentation durch.
Bei Flächenlagen wie z.B. Unwettereinsätzen besetzt die IuK-Einheit die Führungsstelle in der Mucher Feuerwache. Hier laufen alle Einsätze auf und werden dann entsprechend disponiert und dokumentiert.
Durch räumliche Umstrukturierungen in der Feuerwache wurden in einer ehemaligen Mietwohnung eine neue Führungsstelle sowie ein Stabsraum etabliert. Unsere Gerätewarte haben hier ganze Arbeit geleistet, damit wir in der neuen Führungsstelle auf dem aktuellen Stand der Technik sind.
Hier stehen zwei Arbeitsplätze mit je 2 Digital- und einem analogen 4m-Band Funkgerät, sowie einem PC und einem Telefon zur Verfügung. Als Backup bei einem großflächigen Ausfall der Telefon- und Funknetze halten wir außerdem Satelitentelefone sowie ein K-Funk Funkgerät vor.
Die Einheitsführung besteht aus Peter Sebastian Schmitz, André Fedler und Robert Gall.
Die IuK-Einheit übt, zusätzlich zu den reglären Übungen des Löschzugs, einmal im Monat.