Freitag, der 13., steht diesmal für Sicherheit statt Unglück. Der erste Rauchmeldertag des Jahres erinnert daran: Rauchmelder und richtiges Verhalten retten Leben.
Bei Bränden ist meist nicht das Feuer die größte Gefahr – sondern der Rauch. Bereits drei Atemzüge können tödlich sein.
Die wichtigsten Regeln im Brandfall
Wenn Rauch oder Feuer bemerkt wird, gelten diese Grundregeln:
- Ruhe bewahren und Mobiltelefon mitnehmen.
- Rettungsweg prüfen:
- Ist der Fluchtweg verraucht: nicht hinauslaufen, Tür schließen, Feuerwehr unter 112 alarmieren und am Fenster oder Balkon bemerkbar machen.
- Ist der Fluchtweg frei: Tür hinter sich schließen und über das Treppenhaus ins Freie flüchten.
- Wenn möglich, Nachbarn alarmieren.
- Erst in Sicherheit anrufen: Sobald Sie draußen sind, die 112 wählen.
- Keine riskanten Löschversuche oder Rückkehr in die Wohnung, um Wertgegenstände zu retten.
WICHTIG!
- Tür zu ziehen, aber nicht abschließen.
- Aufzug niemals nutzen.
Nutzen Sie den Frühling nicht nur zum Aufräumen, sondern auch für mehr Brandschutz im Zuhause:
- Rauchmelder mindestens 1x jährlich testen (Testknopf drücken)
- Rauchmelder vorsichtig reinigen – nicht aussaugen
- Kabel & Mehrfachsteckdosen auf Schäden prüfen und ggf. austauschen
- Batterien sicher lagern (Kurzschlussgefahr!)
Ein paar Minuten genügen – für ein deutliches Plus an Sicherheit.
Weitere Informationen finden sie unter www.rauchmelder-lebensretter.de

Heute machen wir aufmerksam auf ein Thema, das leider viel zu oft unterschätzt wird: Brandverletzungen bei Kindern.
➡️ Rund 30.000 Kinder in Deutschland müssen jedes Jahr wegen Verbrennungen oder Verbrühungen ärztlich behandelt werden.
➡️ Über 7.000 Kinder davon werden stationär aufgenommen.
➡️ Etwa 1.860 Kinder müssen sogar in Spezialkliniken versorgt werden.
➡️ 76 % der betroffenen Kinder sind jünger als fünf Jahre.
Brandverletzungen sind extrem schmerzhaft und ziehen häufig lange Krankenhausaufenthalte, zahlreiche Operationen und lebenslange Narben nach sich – körperlich wie seelisch. Die Belastung betrifft die ganze Familie.
Dabei gilt: Etwa 60 % aller Unfälle könnten durch Prävention verhindert werden.
🚑 Wichtige Erste-Hilfe-Maßnahmen bei Verbrennungen und Verbrühungen:
🔥 Verbrennung: Eingebrannte Kleidung NICHT entfernen.
💧 Verbrühung: Nasse Kleidung SOFORT ausziehen, auch die Windel.
🧯 Feuer: Flammen durch Wälzen, eine Decke oder Wasser löschen.
⚡ Strom: Sofort Stromkreis abschalten.
Kühlen:
➡️ Ca. 10 Minuten mit handwarmem Wasser (ca. 20 °C) kühlen.
➡️ Nur die verletzte Stelle kühlen – Unterkühlungsgefahr!
❗ Nicht kühlen bei großflächigen Verletzungen, Neugeborenen, Säuglingen oder Bewusstlosigkeit.
Bitte NICHT:
✖️ Hausmittel wie Mehl, Zahnpasta oder Öl auf die Wunde geben
✖️ Das Kind kalt abduschen
✖️ Eingebrannte Kleidung entfernen
👶 Ihr Kind hat sich verbrannt oder verbrüht?
Kostenfreie Beratung: 0800 0 112 123
Täglich erreichbar von 08:00 bis 20:00 Uhr (Paulinchen e. V.)
✨ Wichtiger Hinweis zum Jahresende:
Der Jahresabschluss soll nicht in einer Tragödie enden. Bitte geht achtsam und verantwortungsvoll mit Feuerwerkskörpern um – gerade Kinder sind besonders gefährdet. Ein Moment der Unaufmerksamkeit kann schwere Folgen haben.
Lasst uns gemeinsam dafür sorgen, dass alle Kinder sicher durchs Jahr kommen. ❤️🔥

