Frontalzusammenstoß in der Baustelle – Eine Übung, die den Ernstfall spürbar machte
Was zunächst wie ein schweres Unglück klang, bildete den Auftakt zur diesjährigen Jahresabschlussübung der Feuerwehr Much – und die hatte es in sich.
Im Neubaugebiet Gippenstein waren zwei Pkw im Bereich einer Baustelle frontal kollidiert. Die Wucht des Aufpralls schleuderte eines der Fahrzeuge auf die Seite, während der zweite Wagen unkontrolliert in eine Baugrube rutschte. Genau dort befand sich in diesem Moment ein Bauarbeiter, der teilweise unter dem abstürzenden Pkw verschüttet wurde.
Die Lage war angespannt: Mehrere Schwerverletzte mussten gleichzeitig versorgt werden, und jede Sekunde zählte.
Bevor die Einsatzkräfte überhaupt mit der medizinischen Erstversorgung beginnen konnten, musste das auf der Seite liegende Fahrzeug stabilisiert und wieder auf die Räder gestellt werden – erst dadurch konnte ein sicherer Rettungsweg geschaffen werden. Parallel dazu kämpften weitere Trupps um den verschütteten Bauarbeiter in der Grube, während zusätzlich eine weitere eingeklemmte Person im zweiten Pkw umgehend Aufmerksamkeit benötigte.
Mit hoher Konzentration, klarer Kommunikation und beeindruckender Teamarbeit meisterten die Wehrleute diese anspruchsvolle Lage. Schritt für Schritt gelang es ihnen, alle Betroffenen aus ihren Zwangslagen zu befreien.
Insgesamt sechs Personen wurden im Rahmen der Übung gerettet und dem Rettungsdienst übergeben.
Auch Bürgermeister Karsten Schäfer ließ es sich nicht nehmen, persönlich vorbeizuschauen und sich ein Bild von der Leistungsfähigkeit seiner Feuerwehr an diesem Samstagnachmittag zu machen.
Zum Abschluss gilt unser Dank allen Beteiligten, die diese realitätsnahe Übung möglich gemacht haben. Ein besonderer Dank geht an die Johanniter-Unfall-Hilfe, die Unterstützungseinheit Much für das Stellen der Statisten sowie die anschließende Verpflegung – und selbstverständlich an das gesamte Organisationsteam.









